Madonna del Sasso
Am Westufer des Ortasees verdankt Madonna del Sasso seinen Namen der Wallfahrtskirche aus dem 18. Jahrhundert, die hoch oben auf einem Granitfelsen errichtet wurde und einen spektakulären Blick auf den See bietet.

Die Gemeinde Madonna del Sasso liegt am Westufer des Ortasees. Ihr Name leitet sich von der gleichnamigen Wallfahrtskirche ab, die zwischen 1730 und 1748 auf einem Granitfelsen unmittelbar über dem See errichtet wurde.
Sie besteht aus den Ortsteilen Artò, Boleto, Centonara und Piana dei Monti und erhielt 1928 mit dem Zusammenschluss der Gemeinden Boleto und Artò den Namen Madonna del Sasso. Überragt von den Bergen Briasco und Avigno, liegt sie im sogenannten „Land der Mitte“: nicht wirklich Gebirge, aber auch kein Hügelland.
Die Ortsteile bestanden bereits um das Jahr 1000 und gehörten wie die gesamte Seeriviera zum bischöflichen Lehen von Novara. Über viele Jahrhunderte wanderte die männliche Bevölkerung in die Schweiz und nach Frankreich aus, um dort vor allem als Köche, Schuhmacher und Maurer zu arbeiten.
Von der Mitte des 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wurde der Granitabbau zur Haupttätigkeit, mit mehreren Steinbrüchen an den Hängen unterhalb der Wallfahrtskirche; 1980 wurde sie endgültig eingestellt.
Madonna del Sasso kann mit weiblichen Pionierleistungen aufwarten: die erste Konsulin, Lucia Bonetta (1776), und eine der ersten Bürgermeisterinnen, Fanny Crespi, in den 1950er-Jahren. Während des Zweiten Weltkriegs war das Gebiet ein bedeutender Schauplatz des Widerstands: In Boleto befand sich das Kommando der Brigata Rocco, und an das Opfer der Partisanen erinnern Gedenksteine im gesamten Gebiet.
- Die Wallfahrtskirche aus dem 18. Jahrhundert hoch über dem See
- Panoramablick auf die Insel San Giulio
- Tradition des Granitabbaus
- Die Ortsteile Artò, Boleto, Centonara und Piana dei Monti


